Benutzer:Annemarie Lattus

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HANDOUT von Annemarie LATTUS

7.6.2010: HANDOUT von Annemarie LATTUS:

TEXT: Ralf H. Schneider, Dissertation 2008 (Uni Karlsruhe), „Enzyklopädien im 21. Jahrhundert“, Kapitel 2: Medien – Definition, Begriffe, Nutzung in der Gegenwart

.) Definition des Begriffes „WISSEN“: Werden reine Daten organisiert = INFORMATION. Werden sie organisiert, verarbeitet und damit kommuniziert = WISSEN. Was ist Wissen? Frage ist nicht eindeutig zu beantworten. Verschiedene Zugänge zu verschiedenen Zeiten. Zwei Beispiele: AUGUSTINUS: Kein Wissen ohne Glauben – Kein Glauben ohne Wissen. SPINNER: reduziert „Wissen“ auf inhaltliche Information über angenommene Sachlagen.

.) Aufgabe von Enzyklopädien: Organisation von Wissen anzubieten oder zu vereinfachen.

.) Zeitaufwand für die Nutzung von Online-Enzyklopädien steigt = DAS Massenmedium schlechthin. WIKIPEDIA in Deutschland Platz 7, weltweit als Organisation Platz 8.

.) Kriterium für die Suche nach Informationen: Was schnell zur Verfügung steht, wird wahrgenommen!

.) Der Mensch ist ein kommunikatives Wesen, er will sich mitteilen. WIKIPEDIA gibt Nutzern die Möglichkeit, jedes Lemma zu kommentieren und zu ergänzen, bietet den Bereich der Diskussion, deshalb wird ein fortlaufender Prozess gebildet.

.) MWdB = Multimediales Wörterbuch deutscher Bildungsbegriffe. Konzept von Prof. Dr. Bernd THUM. In 3 Ebenen geteilt: Basisinformation – Kontextwissen – Wissenschaftliche Vertiefung. 100 Lemmata des Bildungswortschatzes erarbeitet.

.) Durch Entwicklung der Industriegesellschaft Bildung differenziert: Schulbildung – Ausbildung – Weiterbildung.

.) WIKIPEDIA weltweit umfangreichste Online-Enzyklopädie. Hinter jedem Artikel: Prinzip „Neutraler Standpunkt“. In mehr als 250 Sprachen. Die Sprachenvielfalt zeigt die Transparenz der Kulturen. Wissen soll allen zugänglich gemacht werden. WIKIPEDIA ist ein „wirkliches Kind“ des 21. Jahrhunderts.

.) Info-Qualität der WIKIPEDIA: Verschiedene Untersuchungen, Beispiel: Zeitschrift „STERN“. Vergleich Brockhaus/WIKIPEDIA. Ergebnis: Bessere Qualität der WIKIPEDIA in Bezug auf Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität.

.) Fundament von WIKIPEDIA: Zusammenspiel von Leit- und Gegeninformation. Vielfalt in Struktur und Technik sichert die Nachhaltigkeit solcher Wissenssammlungen. .) Wissenssammlung steht und fällt mit der Qualität ihrer Inhalte. Print-Enzyklopädie: Rezipient beschränkt auf das Aufnehmen der Inhalte. Dynamik von WIKIPEDIA erreicht: durch Austausch von Produzent und Rezipient. Aktiver Online-Enzyklopädist hat viel Zeit: „DIKTAT DER ZEITREICHEN ÜBER ZEITLOSE“.

.) Vergleichbar mit WIKIPEDIA: Wissenssammlung aus dem 18. Jahrhundert. 4000 Kleinschriften zu agrarwirtschaftlichen Themen zusammengefasst. Damit Sammlung der Erfahrungen des „gemeinen Mannes“ entstanden.

.) WIKI-Technologie: Einfaches Instrument geschaffen, das den Umgang mit schriftlicher Information erleichtert.

.) In WIKIPEDIA möglich: Wechsel der Rolle als Rezipient oder Produzent.

.) Neue Informations- und Kommunikationstechnologien immer notwendiger, um Wissen zu erreichen. Rasche Entwicklung in den letzten 5 bis 10 Jahren gegenüber jahrhunderte alten Traditionen. Internetnutzer weltweit 1,23 Mrd. (2007).

.) Frank MÖHREN: bereits 1971 zum Erfassen von Daten mit Lochbändern gearbeitet. DEAF = Dictionnaire Etymologique de l`Ancien Francais, erstes Wörterbuch der Welt, das elektronisch gedruckt wurde.

.)In der Mediengeschichte zahlreiche Übergänge: Papyrusrolle zu Codex, Theater zu Kinofilm, Stummfilm zu Tonfilm, Brief, Postkarte zu eMail, Buch zu eBook. Übergänge immer allmählich, begleitet von Skepsis bzw. Akzeptanz.

.) Brockhaus: 1805 Deutschsprachige Enzyklopädie entwickelt aus dem Conversationslexikon. 2005 die 21. Auflage. Erster Schritt in die digitale Welt: 1996 mit „Kompakt Brockhaus Multimedial“. Seit 2002 digitale Offline-Version der Brockhaus-Enzyklopädie.