Collaborative Writing

Aus HistnetWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

UPDATE: Drei Poster, die meine Projektarbeit zusammenfassen, sind jetzt online einzusehen.


Im Folgenen gebe ich eine Übersicht über meine Ergebnisse der Bearbeitung des Themas. Vorab sei bemerkt, dass im laufenen Arbeitsprozess einzelne Punkte sicherlich noch variieren oder verschwinden werden, während nach wie vor die Möglichkeit besteht, dass grundlegend neue Erkenntnisse einfliessen.

Inhaltsverzeichnis

Texte

Im Rahmen meiner Recherche rund um das Thema collaborative writing (im Folgenden CW) bzw. E-Collaboration im allgemeinen, habe ich - als Ausgangspunkt - vor allem diese Texte bearbeitet:

  • Burckhardt, Daniel: .hist 2006: Querschnittsbericht "Kollaboratives Schreiben, Lehren und Lernen"
  • Finholt, Thomas: Collaboratories
  • Kuhlen, Rainer: Wenn Autoren und ihre Werke Kollaborateure werden – was ändert sich dann? Oder: wenn Kommunikation ein Recht, gar ein Menschenrecht wird – was ändert sich dann?
  • Martin, Jean-Pol: Gemeinsam Wissen konstruieren: Am Beispiel der Wikipedia
  • Miller, Nora: Wikipedia and The Disappearing “Author”
  • Schmalz, Jan Sebastian: Zwischen Kooperation und Kollaboration, zwischen Hierarchie und Heterarchie. Organisationsprinzipien und -strukturen von Wikis

Kernpunkte

Bei der Lektüre der Texte haben sich folgende Kernpunkte herauskristallisiert:

  • Beschränkung der Betrachtung geschichtlicher Ursprünge des CW auf das digitale Zeitalter.
  • Unter welchen Voraussetzungen sind Menschen bereit ihr Wissen (ohne unmittelbaren persönlichen Nutzen) zur Verfügung zu stellen?
  • unterschiedliche Handhabung und Entwicklung des CW in Natur- bzw. in Geistes- und Kulturwissenschaften
  • Bedeutung der Autorenzuordnung von Inhalten
  • generelle Organisationsprinzipien und -strukturen von CW
  • wie könnte eine zukünftige durch Kollaboration geprägte Informations- und Kommunikationsgesellschaft aussehen?
  • welche Möglichkeiten, aber auch Probleme bringt solch ein neues Modell mit sich? Dabei insbesondere die Frage nach der Notwendigkeit eines sogenannten Right to Communicate (r2c), um offene Kommunikationsräume bzw. freie Zugänglichkeit und Verbreitungsrechte zu gewährleisten.
  • weitere rechtliche Aspekte, Lizenzen und kollaborative Modelle (GNU, GPL, Creative Commons, Open Access, etc.)

Praxisbezug

Die weitere Vorgehensweise sieht vor, die oben genannten Punkte auszuführen bzw. durch weitere Recherche zu ergänzen. Außerdem bin auf der Suche nach repräsentativen Praxisprojekten. Im Folgenden erste allgemeine Ansätze:

  • Wikis für mehr Partizipation in Gesellschaft und Politik: Gesetzgebungsinitiative Neuseeland
  • Kollaborative Projekte in den Wissenschaften: Bildungs- und Forschungseinrichtungen

NEU: "Collaborative Writing Tools And Technology"

  • (privat)wirtschaftliche Nutzung von E-Collaboration: firmeninterne Wikis

Probleme

Einige Eigenheiten des Themas haben sich bei der bisherigen Bearbeitung bedingt als erschwerend herausgestellt:

  • Vielschichtigkeit des Themas führt gelegentlich zu Abgrenzungsproblemen: stellvertreten seien hier die Schnittmengen von collaborative writing und E-Collaboration angeführt.
  • Viele Projekte (im Internet) anzutreffen, aber oft schwer greifbar oder wenig ausgereift.
  • Vermischung politisch-rechtlicher, wirtschaftlicher, technischer und wissenschaftlicher Interessen bei der Suche nach Modellen für zukünftige Kollaborationen.
Persönliche Werkzeuge