DRM (Digital Rights Management)

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DRM (Digital Rights Management)

Der Begriff „Digital Rights Management“ (auch „Digitale Rechteverwaltung“ oder kurz „DRM“) bezeichnet ein Verfahren, welches die Nutzung und Verbreitung digitaler Medien kontrolliert. DRM-Systeme wurden bisher insbesondere auf kommerziell vertriebene Audio- und Videoaufnahmen und Software angewendet. Aktuell wird auch die Verbreitung und Verwendung von E-Books von deren Anbietern durch DRM-Systeme eingeschränkt. Der Zweck des DRM liegt in erster Linie darin, die unrechtmässige Verbreitung von geistigem Eigentums zu verhindern. Ende der 90er Jahre verzeichnete die Musikindustrie erstmals massive Umsatzeinbusse, bedingt durch neue technische Möglichkeiten zur einfachen Verbreitung urheberrechtlich geschützter Musik. Als Reaktion darauf wurde digitale Musik von kommerziellen Anbietern mit DRM versehen, um diesen dieser Tendenz entgegen zu wirken. DRM war ein klarer Misserfolg: Aufgrund der grossen Unbeliebtheit von DRM geschützter Musik bei den Kunden, verzichten die grossen Anbieter, seit 2009 auf DRM.


DRM bei E-Books

Bei E-Books und E-Book Readern findet DRM im Moment breite Anwendung. So hat etwa Amazon für seinen E-Book Reader Kindle ein eigenes, geschlossenes System entwickelt. Einerseits unterstützt der Kindle nur Amazons eigenes, kopiergeschütztes Format sowie einige wenige andere Dateiformate[1] und andererseits können die E-Books aus dem Kindle-Shop auf keinem anderen Reader als dem Kindle gelesen werden. JPEG, DOC, PDF und einige andere Formate können zwar vom Kindle gelesen werden, aber erst nachdem sie zuvor von Amazon in ein kindlefreundliches Format umgewandelt worden sind. Konkret geschieht dies per E-Mail an Amazon und kostet (in den USA) eine Gebühr von $0.10 pro konvertierte Datei.[2]


Libreka

Das Webportal „Libreka“ des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels setzte bis zum 15. Juli 2009 ausschliesslich auf das Kopierschutzprinzip des digitalen Wasserzeichens.[3] Bei diesem digitalen Wasserzeichen wird dem verkauften E-Book die persönliche Information des Käufers eingraviert. Sollte der Käufer das von ihm erworbene Buch dann unrechtmässig verbreiten, würde er aufgrund des Wasserzeichens ausfindig gemacht werden können. Seit dem 15. Juli 2009 bietet „Libreka“ nun ein von Adobe entwickeltes, „hartes“ DRM-System an. Dieses verhindert, dass die gekauften E-Books kopiert werden können. Ausserdem können damit geschützte Texte weder ausgedruckt noch markiert werden.

Weblinks

http://www.golem.de/0911/71066.html

http://www.boygeniusreport.com/2009/02/28/amazon-kindle-2-hands-on-review/

http://info.libreka.de/103-0-libreka-Kopierschutz.html