E-Books aus Sicht eines kleinen Buchhändlers

Aus HistnetWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Liebe User von hist.net,

ich werde in den kommenden Tagen den vollständigen Text meines Interviews mit der Inhaberin der Buchhandlung in dieses Wiki stellen. Zur Zeit fordern die anderen Fächer ihren Tribut. Ich bitte um euer Verständnis.

Hier allerdings schonmal die Facts zur "kleinen Buchhandlung"

1. Allgemeine Facts

Dabei handelt es sich um:

  • die Buchhandlung "Schwarz-auf-Weiss".
  • Inhaberin ist Frau Angelika Siebrands.
  • Derzeitige Mitarbeiter: 2.
  • Gründung 1995

2. Wirtschaftliche Situation

2.1 Der Buchhandlung

  • Warenumsatz Buchhandlung Schwarz-auf-Weiss(nur Bücher): 300 000 EUR.
  • Schwerpunkte in Beletritik, Kinder- und Jugendliteratur.
  • Große Anzahl an Stammkunden.

2.2 Der städtische Markte

  • In der Stadt herrscht ein Duopol. D.h. der Markt wird unter zwei Buchhandlungen aufgeteilt. Wobei unsere Buchhandlung die kleiner der beiden ist.
  • Bad Säckingen [1], Deutschland. Ca. 17 000 Einwohner.
  • Reger Grenzgängerverkehr mit dem benachbarten Gemeinden im Kanton Aargau.

2.3 Online-Distribution

  • Seit ein paar Jahren bietet auch die Buchandlung ihr Sortiment im Internet an [2]. Allerdings mit eher mässigem Erfolg.

3. Trends in der Vergangenheit

  • Trends wie (Hörbücher, Lernsoftware, etc.)haben das Buch in der Vergangenheit eher flankiert und nicht verdrängt.

4. Das Buch der Zukunft

  • Wird es wohl auch noch in Paperform geben ;-)
  • Bislang ist der Erstehungspreis der E-Books noch zu teuer.
  • ABER: Vorallem junge Nutzer freunden sich mit dem neuen Medium an und die Preise werden in Zukunft fallen.
  • Bislang würden nur 8 Prozent der E-Book-Leser das elektronische Format bevorzugen.
  • Ein Grund dafür mag auch das geringe Angebot an elektronischer Literatur sein.
  • Das E-Book wird das klassische Buch nicht vom Markt drängen. Schließlich zählen haptische und optische Eindrücke bei der "Ware" Buch immer noch zur Kaufentscheidung. Wer möchte schon ein USB-Stick mit Goethes Faust unterm Weihnachtsbaum?
  • Im Bereich Fachliteratur ist nach Meinung der Buchhändlerin allerdings Wachstumspotential vorhanden.

5. Google, Amazon und Co.

  • Die Inhaberin hält nichts von der Digitalisierung, da Google gegen internationales Urheberrecht verstösst und die Autorenrechte ignoriert.
  • Amazon ist das "böse A-Wort" in der Branche. Amazon hat in den vergangenen Jahren für einen deutlichen Umsatzrückgang gesorgt.