Europeana

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Europeana

Was ist Europeana

Europeana ist ein Thematisches Netzwerk, das europäische Informationsquellen durch einen Online - Service einfacher zugänglich und nutzbar machen soll. Durch Europeana soll dem Nutzer ermöglicht werden, die digitalisierten Sammlungen europäischer Bibliotheken, Archive und Museen gleichzeitig zu durchsuchen. Das Projekt wird von der Europäischen Kommission gefördert und von einem an der Nationalbibliothek der Niederlande angesiedelten Kernteam durchgeführt. Ausserdem beteiligt sind über 100 Repräsentanten von Kultur- und Wissensorganisationen sowie IT-Experten aus ganz Europa. Gesteuert wird das Projekt von der European Digital Library Foundation.

Als Vorbild dient der Service von The European Library. An The European Library sind 48 Nationalbibliotheken Europas beteiligt, die Mitglieder der Conference of European National Librarians (CENL). Das Ziel der CENL ist den Nationalbibliotheken Europas mehr Gewicht und eine stärkere Rolle zu geben.

Im Unterschied zu The European Library soll sich Europeana aber nicht auf den Inhalt von Bibliotheken beschränken. Deshalb sieht sich die Europäische Kommission mit ihrem Projekt auch nicht in Konkurrenz mit Google Books. Europeana sei mehr ein multimediales Museum als eine Suchmaschine für Bücher.

Entwicklung

Am 28. April 2005 erhielten der Ratsvorsitzende der EU und die Europäische Kommission einen Brief (Brief an José Manuel Barroso), in dem sechs Regierungschefs (Jacques Chirac {Frankreich}, Aleksander Kwasniewski {Polen}, Gerhard Schröder {Deutschland}, Silvio Berlusconi {Italien}, José Luis Rodriguez Zapatero {Spanien}, Ferenc Gyurcsány {Ungarn}) den Aufbau einer virtuellen europäischen Bibliothek vorschlugen.

Am 30. September 2005 wird das Projekt Europeana (ursprünglich unter dem Namen European Digital Library Network bekannt) von der Europäischen Kommission zu einem strategischen Ziel innerhalb der i2010 Initiative, die Wachstum und Arbeitsplätze in der europäischen Informationsgesellschaft und der Medienindustrie fördern soll, erklärt.

Im Juli 2007 begannen die Arbeiten zum Prototyp der Europeana. Nach 2- jähriger Arbeit konnte Europeana.eu am 20. November 2008 von Viviane Reding (EU Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien), freigeschaltet werden. Doch schon am ersten Tag wurde die Probeversion von zuvielen Nutzern überlastet und musste vom Netz genommen werden. Kurze Zeit später wurde Europeana.eu mit verbesserter Serverleistung neu gestartet. Die Vollversion Europeana 1.0 soll 2010 online gehen und dem Nutzer auf mindestens 10 Millionen Objekte Zugriff bieten.

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