Felix Kaus

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MPK Wikipedistik - Universität Basel - Herbstsemester 2008

Aktuelle Resultate meiner Untersuchungen zum kollborativen Schreiben unter Collaborative Writing

Arbeitsprotokoll

22.09.2008: Einstieg

Erste Sitzung des Kurses. Um mit dem Arbeiten innerhalb eines Wiki und dem Schreiben eigener Lemmata vertraut zu werden habe ich einige erste "Schreibversuche" auf meiner Seite unternommen. Außderm habe ich mich ein wenig mit dem Wikipedia-Artikel über die Stadt Basel vertraut gemacht und ihn auf Form und Qualität untersucht.

05.10.2008: Themen-Brainstorm

Zwar habe ich mich in den vergangenen zwei Wochen immer wieder mit der Suche nach einem geeigneten Thema befasst, habe es dabei aber versäumt diese Unternehmungen regelmäßig hier zu vermerken, wie es idealerweise in einem Arbeitsprotokoll geschehen sollte. Aller Anfang ist eben schwer. Ebenfalls ein wenig schwer tue ich mich noch bei der Festlegung auf ein bestimmtes Thema. Das liegt aber eher an der Fülle von Möglichkeiten und meiner daraus resultierenden Unentschlossenheit, als an mangelnden Einfällen. Ursprünglich hat mich das Thema "collaborative writing" sehr interessiert. Allerdings könnte ich mir auch gut vorstellen mich mit Fallbeispielen aus der (neueren) Geschichte der Wikipedia auseinanderzusetzen.

Dabei interessiert mich insbesondere die Bedeutung, die Wikipedia in der Politik zukommt. Beispielsweise hat John McCain erst kürzlich innerhalb einer Rede zur Situation in Georgien eine ganze Reihe historischer Informationen über das Land aus einem Wikipedia-Artikel übernommen. Generell wird - um ein weiteres Beispiel anzuführen - der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf sehr detailliert auf Wikipedia begleitet. Auch sind ausführlichste Daten zu den Kandidaten aufzufinden, wobei sicherlich die Neutralität der Beiträge untersucht werden müsste.

Als vorerst letztes Beispiel aus der Rubrik "gov 2.0" bzw. Wiki Government möchte ich noch eine Wiki-Aktion aus Neuseeland aufführen, die mich gleichermaßen begeistert wie erstaunt hat. Dort haben Bürger anhand eines Wiki aktiv an der Ausarbeitung eines neuen Gesetzentwurfes gearbeitet. Das Gesetzt ist mittlerweile in Kraft getreten und damit wohl eine neue Dimension im Sinne demokratischer Partizipation eröffnet.

Die Verknüpfung von Medien und Politik nimmt weiterhin zu und vor diesem Hintergrund fand ich es ebenfalls interessant, dass es schon seit längerem einen Wikipedia-Nachrichtenableger namens Wikinews gibt. Dass jeder Internetnutzer mittlerweile nicht nur Lexkionbeiträge sondern auch aktuelle Nachrichten erstellen und bearbeiten kann, ist denke ich nicht unproblematisch.

20.10.2008: Exposé des Projekts

  • Themenwahl und Ausblick

Nachdem ich vor zwei Wochen bereits eine erweiterte Auswahl der für mich infrage kommenden Themen vorgestellt hatte, habe ich mich in den letzten Tagen schlussendlich auf ein Thema festgelegt. Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, aber nach dem Abwägen des Für und Wider der einzelnen Möglichkeiten, steht mein Entschluss: "collaborative writing" - so zunächst einmal der Schlüsselbegriff, um den sich meine Nachforschungen in den nächsten Wochen drehen werden. Nach wie vor tue ich mich bei der definitiven Abgrenzung des Themas ein wenig schwer, denn die Möglichkeiten diesen weitläufigen Begriff zu analysieren sind äußerst vielfältig. Aber die Setzung eines Schwerpunktes ist definitv unumgänglich, sollen die Recherchen zu handfesten, nützlichen Ergebnissen führen.

Am Anfang steht für mich das Phänomen des kollaborativen Schreibens, des gemeinsamen Er- bzw. Ausarbeitens eines Textes. Traditionell verbinden wir mit den Begriffen Schreiben und Autorschaft individuelle Tätigkeiten. Dabei besitzt die gemeinsame Arbeit am Text nicht viel weniger Tradition. Zwar habe ich nicht vor in die historischen Ursprünge des kollaborativen Schreibens hinabzusteigen, jedoch erachte ich es für sehr hilfreich, sich ein Stück weit der Geschichte und Entwicklung dieser Arbeitsweise bewusst zu sein.

Voraussichtlich wird das Hauptaugenmerk auf gegenwärtigen (oder zukünftigen) Formen des gemeinsamen Schreibens liegen. Darüber hinaus, um mein Vorhaben ein wenig präziser abzustecken, möchte ich mich der Bedeutung dieser zunehmend praktizierten Arbeitsform für Wissenschaft, aber - wenn möglich - auch Gesellschaft und Politik, widmen. Soviel zum theoretischen Rahmenwerk. Allerdings habe ich mittlerweile auch einige Artikel zum Thema gelesen und mich mit praktischen Beispielen (vor allem im Internet) auseinandergesetzt, wozu ich im Folgenden einen kleinen Überblick geben möchte.

09.11.2008: Zwischenbericht

Erste Erkenntnisse aus den bearbeiteten Texten, Arbeitsmaterial und die geplante weitere Vorgehensweise sind auf der verlinkten Seite Untersuchungen zum Thema Collaborative Writing zu finden.

17.10.2008: Fortschritte

Meiner ursprünglichen Zielsetzung folgend zumindest wöchentlich Protokoll zu führen (beim Arbeitsprotokoll des Seminars "Archiv, Speicher, Gedächtnis" gelingt mir das merkwürdigerweise wesentlich besser, was jedoch unter keinen Umständen auf mangelndes Interesse an diesem Kurs zurückgeführt werden darf), gibt es heute eine kleine Zusammenfassung der innerhalb der letzten Woche erzielten Fortschritte.

Nachdem Peter Haber in der Sitzung vergangenen Montag auf die Möglichkeit hingewiesen hat, Projekte möglicherweise anhand eines Posters zu präsentieren, habe ich mir zu dieser Option Gedanken gemacht und glaube nun, dass mein Thema dafür durchaus geeignet sein könnte. Gründe, die dafür sprechen, sind die Vielschichtigkeit und die Möglichkeit die vielen tangierten Bereiche schön visualisiert zueinander in Bezug zu setzen. Außerdem wäre die Realisierung eines solchen Posters eine neue, sicherlich gewinnbringende Erfahrung.

Im Anschluss an diese Überlegungen habe ich versucht meine bisherigen Erkenntnisse in einer Art und Weise zu strukturieren, die der visuellen Darstellung entgegenkommt. Dieser Prozess war unter anderem auch für meine generelle Orientierung im Thema recht hilfreich. Soweit ich es beurteilen kann, wird meine Bearbeitung sich wohl auf die im Zwischenbericht vorgestellten Aspekte konzentrieren und es nur noch geringe Veränderungen geben. Wahrscheinlich ist, dass die eine oder andere Überlegung zu Gunsten von Schwerpunkten ausgelassen wird.

Neben den angegebenen Texten, habe ich mich nun noch mit "Collaboratories" von Thomas Finholt beschäftigt, der vor allem die Bedeutung von E-Collaboration für die Wissenschaft analysiert. Wie schon angedeutet, ist diese nah verwandte Domäne bei Untersuchungen zum Thema collaborative writing wohl kaum zu umschiffen; allerdings erachte ich eine Miteinbeziehung auch für eine gute Ergänzung.

24.10.2008:

Meine Recherche am Wochenende hat die ein oder andere neue Erkenntnis mit sich gebracht. Hervorzuheben ist dabei die fantastische Liste für "Collaborative Writing Tools And Technology", die ein Mitarbeiter der Europäischen Kommission bzw. des Leonardo Da Vinci Programmes zusammengestellt hat. Die Liste richtet sich vor allem an Lehrer, denen mithilfe der aufgelisteten Tools das Unterrichteten von Online (Sprach)Kursen erleichtert werden soll. Ein erster Blick lässt bereits die Vermutung zu, dass eine Vielzahl der Tools darüber hinaus auch für den Einsatz in anderen Bereichen, wie z.B. dem wissenschaftlichen Arbeiten und Schreiben, interessant sein könnten. Noch hatte ich kaum Zeit mir einzelne Empfehlungen genauer anzuschauen; aber schon zuvor war ich auf ein Tool namens Writeboard gestoßen, dass es Teilnehmern erlaubt online gemeinsam an einem Text zu schreiben. Ein solchs Board kann jeder eröffen (dauert keine Minute) und daraufhin den Link all denjenigen mitteilen, deren Kollaboration er wünscht. Jedes Board ist Passwort geschützt, wodurch Missbrauch Dritter weitesgehend ausgeschlossen werden kann.

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