Medien der Geschichte 28.04.2008

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Der Mord an John F. Kennedy

Ablauf des Referats

1. Der 22. November 1963 und die Geschehnisse

2. Kurzbiografien über Oswald und Kennedy

3. Die Warren-Kommission und der Bericht

4. Der Zapruder-Film

5. Die Kopfwunde und die Autopsiefotos

6. The House Select Committee on Assassinations

Thesen und Diskussion

  • Verschwörungstheorien bekommen durch die audiovisuellen Medien eine grössere Plattform und mehr Publikum und entwickeln sich daher schneller und verbreiten sich leichter.
  • Audiovisuelle Medien können die Glaubwürdigkeit bestärken (Fotos, Interviews), sind aber gleichzeitig manipulierbar.
  • Vor allem die Politik kann von den audiovisuellen Medien profitieren und das Publikum wie auch die Medien lenken.

Literaturangaben

Seiten aus dem Internet

Bücher

Garrison, Jim: On the trail of the assasins, Sheridan Square Press, New York, 1988.

Groden, Robert J.: The Killing of a President, Penguin Books Usa Inc., New York, 1993.

Posner, Gerald: Case Closed, Lee Harvey Oswald and the assasination of JFK, Random House, Inc., New York, 1993.

Filmmaterial

Verschwörungstheorien am Beispiel von Elvis Presley

Inhalt des Referates:

1. Biographie von Elvis A. Presley (auf hist.net)

2. Todestag von Elvis - ein Medienereignis

3. Erstes Aufkommen von Verschwörungstheorien um den King

  • 3.1 Was sind Verschwörungstheorien?
  • 3.2 Wie entstehen Verschwörungstheorien
  • 3.3 Der King lebt! Aber wo?

4. Thesen

Biographie von Elvis Presley

Elvis Aron Presley wurde am 8. Januar 1935 in East Tupelo, Mississippi geboren. Sein Zwillingsbruder starb wenige Stunden nach der Geburt. Elvis Eltern waren strenggläubige und sehr arme Farmer.

Schon als kleiner Junge sang er in einem Kirchenchor und mit 10 gewann er einen Gesangswettbewerb. Kurz darauf lernte er Gitarre zu spielen.

1953 beendete er seine Schule und arbeitete danach als Lastwagenfahrer. Noch im gleichen Jahr hängte bei den Sun Studios eine Tafel „Make your own records – $2 for 4 Songs“, Elvis ging hin und nahm seine ersten zwei Songs auf, „That’s When Your Heartache Begins“ und „My Happiness“, angeblich hat er sie für seine Mutter aufgenommen.

Am 4. Januar 1954 kehrte Elvis in die Sun Studios zurück um weitere Songs aufzunehmen. Doch jetzt wartete schon der Besitzer der Sun Studios Sam Phillips, denn dieser suchte schon lange nach einem weissen Künstler, der wie ein schwarzer singen konnte.

Schon im September 1954 hatte Elvis seine ersten grossen regionalen Hits. Von da an ging es Schlag auf Schlag. Elvis hat einen Hit nach dem anderen. Der King of Rock’n’Roll war geboren und brachte mit seinem Hüftschwung reihenweise die Mädchen aus dm Häuschen.

1957 kaufte Elvis die ehemalige Kirche Graceland und macht daraus sein neues Zuhause mit 24 Zimmern. Jedoch kurz darauf wurde Elvis ins Militär eingezogen, wo er unter anderem 17 Monate auf dem deutschen US-Stützpunkt Friedberg stationiert wurde.

Als er 1960 Deutschland verliess, verlor er keine zeit und knüpfte an seine musikalischen Erfolge gleich wieder an. Zwischen durch versuchte sich Elvis immer wieder als Schauspieler, leider nicht sehr erfolgreich, was aber seinem Image als King of Rock’n’Roll keinen Abbruch tat.

Am 1. Mai 1967 heiratet Elvis seine langjährige Freundin Priscilla Beaulieu. Am 1. Februar 1968 kam Elvis’ Tochter Lisa Marie zur Welt. Doch schon 1972 trennten sich die beiden wieder und liessen sich scheiden.

Elvis tourte durch die halbe Welt, so gab er 1972 allein in den USA 164 Live-Konzerte. Nach seiner Scheidung wurde die Live-Auftritte jedoch immer weniger und er zog sich immer mehr nach Graceland zurück. Er hat stark zugenommen und wurde Tabletten abhängig. Die Pillen hat er sich von verschiedenen Ärzten gleichzeitig verschreiben lassen. Gesundheitlich stand es immer schlechter um Elvis.

Am 26. Juni 1977 gab Elvis sein letztes Konzert in Indianapolis. Wenige Wochen darauf, am 16. August 1977 starb Elvis. Er wurde in seinem Badezimmer in Graceland von seiner Verlobten Ginger Alden aufgefunden. Offiziell starb Elvis an einem „cardiac arrhythmia“ – ein Euphemismus für seinen jahrelangen Medikamentenmissbrauch und seinen ungesunden Lebenswandel. 80000 Fans kamen zur Beerdigung am 18. August 1977 in Graceland.

Todestag von Elvis - ein Medienereignis

TheSun.jpg Titelblatt von "The Sun" am 17. August 1977

Verschwörungstheorien um den King

Videos:

[1] The Elvis Files von Gail Brewer Giorgio

[2] The Truth about Elvis: Movietrailer

[3] The X-Files


WWN.jpg Titelblatt der "Weekly World News" von 1991

Thesen

1. Elvis lebt in den Köpfen der Menschen weiter und vor allem lebt er in den Medien weiter! Doch warum? Was macht den King unsterblich? Sind es lediglich die Medien, die ihn nicht ruhen lassen wollen.

2. Den Mythos Elvis gibt es nicht, Elvis ist lediglich ein Held. Denn Produkte der Populärkultur hat das vergangene Jahrhundert viele hervorgebracht: Spiderman, Batman, Catwoman etc. Sie kommen irgendwoher und haben übermenschliche Fähigkeiten. Sie sind aber keine Helden. Helden sind Menschen, die sich durch ihr Schaffen und ihre Handlungen von den anderen abheben. Die Massenkultur hat von ihnen nur wenige hervorgebracht, wie zum Beispiel Elvis Presley. Um den Status des Helden zu Erreichen ist es von Vorteil, wenn man eines frühen Todes stirbt. Denn nur durch einen zeitgerechten, gewaltsamen oder der öffentlichen Rolle angemessenen Tod, der einen unvermuteten Realitätsbezug in die Massenkultur einschleust und die Zerstreuung unterbricht, kann die Unsterblichkeit eines Helden erreicht werden.

Literatur

Baucom John Q; The Elvis Syndrom, How to avoid Death by Success; Fairway Press, 1995

Bromley Roger (Hrsg.), Göttlich Udo (Hrsg.), Winter Carsten (Hrsg.); Cultural Studies, Grundlagentexte zur Einführung, Dietrich zu Klampen Verlag 1999

Clayton-Lea Tony; Elvis Costello, A Biography, André Deutsch Verlag, 1998

Doss Erika; Elvis Culture, Fans, Faith & Image; University Press of Kansas, 1999

Goldman Albert; Elvis - Die letzten 24 Stunden: Die Wahrheit über den Tod des King of Rock'n'Roll; Gustav Lübbe Verlag, 1993

Nutz Walter; Trivialliteratur und Popularkultur; Westdeutscher Verlag, 1999

Internet

[4] The Elvis Sighting Bulletin Board

[5] The Elvis News

[6] The Ghost-Pictures

[7] The Elvis Wanted

Bericht

Die Kennedy-Ermordung

Einer der grössten immer noch nicht aufgeklärten Morde der Neuen Zeit ist die Ermordung des Amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy am 22. November 1963. Seine Ermordung brachte mehr Fragen als Antworten auf. Als Schütze wurde sehr schnell Lee Harvey Oswald identifiziert. Doch ihm konnte kein Prozess gemacht werden, da er 2 Tage später von dem Nachtklubbesitzer Jack Ruby erschossen wurde. Und somit sind noch mehr Fragen offen geblieben.

Da es nicht mehr regnete war an diesem schicksalhaften Tag das Deck offen. So wurde Kennedy durch mindestens 3 Kopfschüsse erschossen. Und da beginnen schon die Ungereimtheiten. Denn vom Standort Oswalds hätte Kennedy's Kopf in eine andere Richtung kippen sollen. Auch stimmt die klaffende offene Wunde an Kennedy's Kopf mit den Augenzeugenberichten nicht überein.

Zum Schützen Lee Harvey Oswald gibt es zum Motiv auch Unklarheiten. Es wurde spekuliert, dass er durch den mexikanischen und kubanischen Geheimdienst den Auftrag zur Ermordung erhalten hätte. Die speziell für die Ermordung einberufene Warren-Komission kam zum Entschluss, Oswald wollte nur in die Geschichte eingehen. Da die Komission die Hilfe der CIA und des FBI's brauchte, wurde die Idee einer Verschwörung verneient. Denn sonst hätten sie ja den Auftrag zum Schutz des Präsidenten nicht erfüllt und hätten so dann unangenehmen Fragen Antworten geben müssen. Der Bericht wurde aber auch angezweifelt, weil viele Beweise erst nach der Berichtseröffnung herausgegeben wurden.

Da auch einige Beweismittel verschwanden, wie ein Stück von Kennedy's Gehirn, bekamen die Amateur-Ermittler viele Anreize für Spekulationen. Sicherlich hat auch das neue Medium Fernsehen dazu beigetragen, dass viele neue Theorien über die Ermordung entstanden sind. Vor allem hat der Zapruder-Film den Boden für weitere Spekulationen gut ernährt.

Somit haben die Medien neue Verschwörungstheorien erzeugt.

Evangelia Papastergios



Verschwörungstheorien am Beispiel von Elvis Presley

Bis heute herrscht in den Medien Uneinigkeit darüber wie und ob überhaupt der “King of Rock n’ Roll“ das Zeitliche gesegnet hat. Der nie veröffentlichte Autopsiebericht und verschiedenste Unklarheiten in Bezug auf Elvis Tod waren entscheidende Antriebskräfte für die darauffolgenden Gerüchte. Die kleinste Unklarheit im Fall Elvis Presley (warum wurden die Untersuchungsberichte zu seinem Fall stark gekürzt?, wo ist sein Tagebuch?, sein Flugzeug?, seine Leiche??!) wird bis in die heutige Zeit von besonders kreativen Journalisten der Klatschpresse zu wahrhaft fantastischen Storys aufgebauscht. Und jedes Jahr, pünktlich zum Todestag von Elvis Presley, beginnt das Wettrennen um die reisserischsten Schlagzeilen von Neuem.

Aber ob der legendäre “Elvis The Pelvis“ nun als Hundefrisör kleinen Vierbeinern zu einem strahlenderen Aussehen verhilft, sein Glück als wiedergeborener Alpöhi in den Schweizer Bergen neu erfindet oder in einem UFO durch die Galaxie jetet, zeigt uns nur auf, dass das amerikanische Volk eine gewisse Affinität für derlei Geschichten zu haben scheint. Dass es sich dabei um eine Verschwörung handelt, die ja meist „der heimlichen Verbindung dient/ der Durchführung eines Plans mit entweder (a) selbstsüchtiger verwerflicher Zielsetzung zum Schaden anderer oder (b) zwecks Beseitigung von – tatsächlichen oder vermeintlichen – Missständen“ (Wikipedia: Verschwörung), bleibt eher fragwürdig. Jedenfalls konnten wir im Rahmen dieses Seminars noch nicht in Gänze klären wer hinter diesen konspirativen Theorien stecken könnte.

Trivial scheint auch die Frage ob Elvis nun ein Mythos oder ein Held sei. Diese Begriffe sind jeweils so vielschichtig und bereits des Öfteren in anderen Zusammenhängen gebraucht worden, so dass man erst eine differenzierte Begriffsarbeit leisten müsste, um sich dieser Frage widmen zu können.

Ungeklärt aber bleibt die Frage nach der Medialität. Wie werden Informationen in den Medien transportiert? In welchem Zusammenhang tauchen die Geschichten zu Elvis Tod auf? Weshalb scheint es für die Medien auch noch 30 Jahre nach Ableben des “Kings“ lukrativ zu sein, solche Geschichten zu veröffentlichen? Welche Medien interessieren sich für derlei Geschichten und wie bewerten wir diese Informationen in unserer Funktion als Historiker und Historikerinnen?

Nicole Hunkeler