MediumBuchBuchzentrum

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Das Buchzentrum wurde 1882 als „Schweizerisches Vereinssortiment" (SVS) gegründet. Gründerväter des SVS waren die Buchhändler Karl Schmid, geb. 1827 in Meiningen (Thüringen) aus der Dalp’sche Buchhandlung, Bern (später Francke). Er war auch erster Verwaltungsratspräsident der AG „Schweizerisches Vereinssortiment“ und Hans Körber, geb. 1833 in Frankfurt aus der Buchhandlung Huber & Cie., Bern (später Scherz). 1885 wurde das SVS in eine Genossenschaft umgewandelt, 1968 in "Schweizer Buchzentrum" (SBZ) umbenannt. Der operative Teil des Schweizer Buchzentrums wurde per 1. März 2001 in eine AG ausgegründet. Die Libri Holding GmbH, mit Sitz in Hamburg, ist mit einem Aktienkapital von 20% an der neuen Betriebsgesellschaft "Buchzentrum AG (BZ)" beteiligt.

Die Genossenschaft Schweizer Buchzentrum feierte in diesem Jahre ihr 125-jähriges Bestehen.

Schwerpunktmässig ist das Buchzentrum eine Verlagsauslieferung und führt zusätzlich ein gut sortiertes Barsortiment. Eine grosse Auswahl an fremdsprachigen Büchern sowie Multimedia runden unser Angebot ab.

Das Buchzentrum beschäftigt 435 Mitarbeiter in 310 Personaleinheiten. Es hat 650 Verlage in der Verlagsauslieferung und 2200 Verlage im Barsortiment. Im fremdsprachigen Barsortiment befinden sich 400 Verlage. Das Zentrum hat 325'000 Titel und 4,8 Mio Exemplare an Lager. In der Datenbank befinden sich 2,7 Mio deutsche und englische Titel. Das Lager ist 17'000 m² gross und umfasst eine Gesamtheit von 50km Tablargestelle, der Warenausgang beträgt 30 Tonnen täglich. Das Buchzentrum hat 3700 Euro-Palettenplätze.


Besuch Buchzentrum

Hier einige gesammelte Informationen zu unserem Besuch im Buchzentrum in Hägendorf.

Da viele Informationen die wir Heute erhalten haben bereits im vorhergehend Kapitel beschrieben sind, werde ich vor allem die Probleme der Buchindustrie ansprechen, sowie Trends im Buchmarkt und dessen Zukunft.

Ein Problem der Buchindustrie liegt bei der Konzentration des Handels auf wenige führende Buchläden. Weiter hat das Buchgewerbe Schwierigkeiten bei der Vermarktung zu verzeichnen und erhält immer mehr Konkurrenz von neuen, boomenden Freizeitbeschäftigungen. Die Technologie bringt weitere problematische Erscheinungen mit sich und dem Geschäft fehlt eine stabilisierende Preisbindung.

Im Schweizer Buchgewerbe sind weiter fünf auffällige Trends auszumachen:

  • Produktion (jährlich ca.90'000 neue Titel im deutschsprachigen Raum, alleine 12'000 in der Schweiz)
  • Konzentration (bei einer Marktgrösse von 700 Millionen besitzen Thalia Bücher 120 Mio., Orell Füssli 118 Mio. und Lüthy 50 Mio.)
  • Internet (Amazon als erster und erfolgreichster Büchermarkt im Netz; seit 1996)
  • freie Preise (seit Mai 07 ist es in der CH möglich die Buchpreise selbst zu bestimmen, dies führt zu Preiskämpfen)
  • Euro Entwicklung (der Euro wird immer stärker)

Eine Folge dieser Trends ist, dass die grossen Buchhändler immer mehr wachsen wobei kleinere aussterben. Weiter wird das Internet als eine grosse Gefahr für den Buchhandel gesehen, und durch die freie Preisbestimmung wird es zum Preiskampf kommen, und dazu, dass sich der Euro als Einheitspreis für Bücher durchsetzt und sich der Schweizerfranken daraus errechnet.

Das Buchzentrum zieht für sich daraus den Schluss dass es die Kosten senken muss sowie eine Ausweitung in andere Brachen vornehmen muss.